
Die meiste Sportkleidung besteht aus synthetischen Fasern wie Polyester, Nylon oder Elasthan. Was viele nicht wissen: Jeder Waschgang setzt Tausende winzige Kunststoffpartikel frei, die über das Abwasser in die Umwelt gelangen. Dieser Artikel erklärt was das bedeutet – und was Naturfasern anders machen.
Was Mikroplastik ist und woher es kommt
Mikroplastik bezeichnet Kunststoffpartikel unter 5 mm Größe. Ein erheblicher Teil davon stammt aus synthetischen Textilien – Polyester, Nylon, Acryl und verwandten Materialien. Beim Waschen lösen sich aus diesen Stoffen winzige Fasern, die zu klein für die meisten Kläranlagen sind und direkt ins Abwasser – und von dort in Flüsse, Seen und Ozeane – gelangen.
Synthetische Sportkleidung gehört zu den größten Quellen von Mikroplastik in Haushalten. Je häufiger und intensiver gewaschen wird, desto mehr Fasern lösen sich – und Sportkleidung wird in der Regel häufig und bei höheren Temperaturen gewaschen.
Warum Sportkleidung besonders betroffen ist
Sportkleidung wird aus mehreren Gründen besonders oft aus synthetischen Fasern hergestellt: Sie sind leichter, elastischer, schnelltrocknend und günstiger als viele Naturfasern. Das macht sie technisch attraktiv – aber sie setzen bei jedem Waschgang Mikrofasern frei.
Dazu kommt: Sportbekleidung wird häufiger gewaschen als andere Kleidung und oft bei höheren Temperaturen. Beides erhöht die Faserfreisetzung pro Nutzungslebenszeit des Kleidungsstücks.
Naturfasern vs. synthetische Fasern
- ✓ Kein Mikroplastik beim Waschen
- ✓ Biologisch abbaubare Faser
- ✓ Direkte Hautkontakt ohne Kunststoff
- ✓ Atmungsaktiv, temperaturregulierend
- ✓ GOTS-zertifizierbar
- ✗ Mikrofaserfreisetzung pro Waschgang
- ✗ Nicht biologisch abbaubar
- ✗ Kunststoff direkt auf der Haut
- ✗ Häufig schlechtere Atmungsaktivität
- ✗ Keine GOTS-Zertifizierung möglich
Was „kein Mikroplastik“ bei Sacred Suppz bedeutet
Der Sacred Suppz Gym Apparel besteht aus GOTS-zertifizierter Bio-Baumwolle – einer Naturfaser ohne Kunststoffanteil. Das bedeutet konkret: beim Waschen werden keine synthetischen Mikrofasern freigesetzt, weil keine synthetischen Fasern enthalten sind.
Bio-Baumwolle ist biologisch abbaubar. Am Ende der Produktlebensdauer zerfällt die Faser – anders als Polyester, das für Hunderte von Jahren in der Umwelt verbleibt.
Was man als Verbraucher tun kann
Wahl der MaterialienDer direkteste Weg: Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Wolle setzt beim Waschen kein Mikroplastik frei. Für Sportbekleidung bedeutet das einen Kompromiss bei bestimmten technischen Eigenschaften – aber keinen bei der Faserfreisetzung.
Waschbeutel für SynthetikWer synthetische Kleidung besitzt: spezielle Waschbeutel (z.B. Guppyfriend) fangen einen Teil der Mikrofasern auf. Sie reduzieren die Freisetzung, verhindern sie aber nicht vollständig.
Seltener waschenJeder Waschgang setzt Fasern frei. Sportkleidung aus Naturfasern nach dem Training kurz auslüften statt sofort waschen reduziert die Waschhäufigkeit – und damit die Faserfreisetzung über die Lebensdauer eines Kleidungsstücks.
Wichtigste Erkenntnisse
- Synthetische Sportkleidung setzt beim Waschen Mikrofasern frei – bis zu Hunderttausende pro Waschgang.
- Diese Kunststoffpartikel gelangen über Kläranlagen in Gewässer und die Umwelt.
- Naturfasern wie Bio-Baumwolle setzen kein Mikroplastik frei – sie sind biologisch abbaubar.
- Sacred Suppz Gym Apparel: GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle, kein Polyester, kein Nylon.
- Waschbeutel für Synthetik reduzieren die Freisetzung, verhindern sie aber nicht vollständig.
Kein Mikroplastik – GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle
Keine synthetischen Fasern · biologisch abbaubar · atmungsaktiv
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Ist Mikroplastik aus Textilien wirklich ein Problem?
Laut Umweltbundesamt und mehreren Forschungsinstituten gehört das Waschen synthetischer Textilien zu den bedeutendsten Quellen von Mikroplastik in Gewässern. Die Partikel sind zu klein für die meisten Klärstufen und reichern sich in marinen Ökosystemen an. Die Langzeitwirkungen werden weiter erforscht.
Kann man Mikroplastik aus Textilien komplett vermeiden?
Wenn man auf synthetische Fasern verzichtet: ja. Kleidung aus reinen Naturfasern – Baumwolle, Leinen, Wolle – setzt beim Waschen keine Kunststoffmikrofasern frei. Wer synthetische Kleidung hat: Waschbeutel können die Freisetzung reduzieren, aber nicht auf null bringen.
Ist Bio-Baumwolle für Sport geeignet?
Bio-Baumwolle ist von Natur aus atmungsaktiv und feuchtigkeitsabsorbierend. Für Krafttraining, Yoga, funktionelles Training und andere Aktivitäten eignet sie sich gut. Für Hochleistungssport mit extremer Schweissbelastung und dem Bedarf nach schneller Feuchtigkeitsableitung (z.B. Langstreckenlauf) haben synthetische Materialien technische Vorteile – aber für den Großteil des Trainings ist Bio-Baumwolle eine vollwertige Alternative.